Kastanienbaum

Von der Kastanie zum kleinen Bäumchen im Tontopf

4 Jahre alte Kastanie im TontopfTypisch Reihenhaus-Kleigarten: Man beginnt einen Gartenblog mit einem Kastanienbaum! Ich wollte ja erst mit einer Pinus pinea – also einer Schirmpinie bzw. Mittelmeerkiefer – beginnen, aber meine beiden Exemplare haben leider den Winter auf dem Gästeklo nicht überstanden. Man sollte dort wohl doch nicht jeden drauf lassen… Schade, aber der nächste Versuch startet vermutlich zur Weihnachtszeit.

Zurück zur Kastanie. Den Samen hierfür gibts im Herbst wohl überall; in Parks – oder wo bei euch auch immer viele Kastanienbäume stehen – einfach die besten Exemplare sammeln und mal nicht zu Kastanien-Männchen machen. Also direkt nach dem Sammeln ab damit ins Freie. Eine kleine Kiste mit Laub, vielleicht ein wenig Erde und dazwischen ein paar schöne Kastanien und schon blicken einen im Frühjar die ersten gekeimten Plänzchen entgegen (falls nicht, hat die Qualität der Samen nicht gestimmt, die Umgebung war nicht optimal oder der Winter passte eben nicht in die Kastanienwelt). Das kann sicherlich vom Standort bzw. von den jeweiligen Witterungsbedingungen abhängig sein, jedoch sollte das naturbedingt in etwa so klappen.

Im Frühjagr heißt es ab mit denen, die gekeimt haben, in einen Topf mit Erde und mal schauen, was der Sommer bringt. In den Schatten gestellt und Immer mal mit gießen – in der freien Natur haben es die Kleinen auch nicht so gut – und was sich bis zum Spätherbst hält, mit über den ertsen Winter nehmen. Etwas geschützt, im Keller oder in einer laubgefüllten Holzkiste im Freien, sollte die nötige Wärme bieten. Zu viel Frost ist zu vermeiden, schließlich sind die Bäumchen ja noch klein…

Das erste Grün eines künftigen KastanienbaumesDie ersten Blätter der kleinen Kastanie

Im kommenden Frühjahr zeigt sich dann wie mild der Winter für die künftigen Bäume war und sie erwachen von Neuem. Die ersten kleinen Ästchen bilden sich und so ein kleines Pflänzchen lässt sich Bonsai-ähnlich (Kastanienblätter sind für “richtige Bonsais” sicher viel zu groß) formen. Es hat sich gzeigt, dass sich hierbei wahrhaftig Wachstumsbeschränkungen direkt beim Keimen einsetzen lassen – also bereits die Kastanie selbst mit Band umwickeln oder den Keimling etwas im Wachstum einschränken, indem Abdeckungen o.ä. eingesetzt werden. Einfach mal herum probieren…

Kastanie nach etwa 6-8 WochenDas Erwachen nach dem ersten überstandenen Winter

Als Erde kam bei mir eine Mischung aus einfacher Blumenerde und Sand zum Einsatz (Mischungsverhälnis 80 zu 20). Regelmäßig gießen und gerade im ersten Jahr nicht zu viel direktes Sonnenlicht. Im Frühjahr wird umgetopft und die Wurzeln werden ein wenig verschnitten; aber nur die kleinen Nebentriebe bitte.



Ein Kommentar zu “Kastanienbaum”

  1. Danke Vroni für deinen Kommentar vom 28. Apr 2009 um 16:21 Uhr

    Also ich hab seit diesem Jahr auch eine “kleine” Kastanie. Ich hab sie erst im Frühjahr aus dem Park geholt, da hatte sie schon eine ca. 1cm lange Wurzel. Dann war sie nicht mehr zu stoppen, nach nur ein paar Wochen ist sie nun 1m hoch, ihre ersten Blätter hat sie auch erst relativ spät bekommen, mit ca. 60cm. Leider hat sie grade einen Sonnenbrand, obwohl sie nur am Vormittag direkte Sonne abbekommt, aber naja, sie bekommt schon wieder neue Blätter. Außer der Kastanie hab ich noch einen Ginkgo (mein ganzer Stolz^^) und einen kleinen Holunder im Topf.

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