Kann man diese Tomaten noch essen?

Ja. Die betroffene Stelle sieht schlimm aus, ist aber lediglich eingetrocknetes Gewebe. Keine Fäulnis, keine Giftstoffe. Solange die braune Stelle fest und trocken ist und kein Schimmel darauf wächst, schneidest du den betroffenen Teil großzügig ab und verwendest den Rest ganz normal - zum Kochen, für Soßen oder direkt auf den Teller.

Erst wenn die Stelle weich, matschig oder schimmelig ist, solltest du die Tomate entsorgen. In dem Fall hat sich zusätzlich ein Pilz oder Bakterien angesiedelt, und das ist ein anderes Problem.

Warum tritt Blütenendfäule auf?

Calcium ist in den meisten Gartenböden ausreichend vorhanden. Das eigentliche Problem liegt selten am Boden. Die Tomate kann das vorhandene Calcium schlicht nicht schnell genug in die Frucht transportieren. Dieser Transport funktioniert ausschließlich über Wasser. Die Pflanze zieht Wasser aus dem Boden, darin gelöstes Calcium wandert in Stängel, Blätter und Früchte. Ist der Wasserhaushalt gestört - mal zu trocken, mal zu nass - kommt am Ende der Frucht zu wenig Calcium an. Genau dort, wo die Blüte saß, zeigt sich dann die braune Stelle.

Die häufigsten Ursachen

Manche Sorten sind anfälliger als andere. Besonders große Fleischtomaten und längliche Roma-Tomaten trifft es häufiger.

Was hilft wirklich?

Gleichmäßig gießen

Der wichtigste Hebel und zugleich der häufigste Fehler. Viele Hobbygärtner gießen unregelmäßig - unter der Woche wenig, am Wochenende viel. Genau das verursacht Stress, den die Pflanze mit Blütenendfäule quittiert. Besser: Jeden Tag zur gleichen Zeit, direkt am Boden, nie über die Blätter. Die Wassermenge richtet sich nach Temperatur und Topfgröße, aber der Rhythmus sollte konstant sein. Tropfbewässerung ist ideal - sie hält die Feuchtigkeit gleichmäßig und die Blätter trocken, was gleichzeitig Braunfäule vorbeugt.

Mulchen

Mulch aus Stroh, Rasenschnitt oder Holzhäcksel hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig und verhindert schnelles Austrocknen an heißen Tagen.

Calcium nachdüngen

Wenn tatsächlich ein Mangel im Boden vorliegt, helfen:

Calcium-Brausetabletten aus der Drogerie? Bitte nicht. Die enthalten Aromen, Farbstoffe und Konservierungsstoffe, die nichts im Boden zu suchen haben. Wenn Berichte von Erfolgen erzählen, lag es meistens daran, dass gleichzeitig aufmerksamer gegossen wurde.

Bodentest machen

Bei wiederkehrenden Problemen lohnt sich ein Bodentest. Der zeigt pH-Wert, Calcium-Gehalt und andere Nährstoffe. Kostet wenige Euro im Gartenfachhandel und gibt dir Klarheit, ob du düngen musst oder nur deinen Gießrhythmus anpassen solltest.

Vorbeugen ist einfacher als heilen

  1. Gleichmäßig gießen - jeden Tag, gleiche Menge, direkt an den Boden
  2. Mulchen - hält die Feuchtigkeit konstant
  3. Nicht überdüngen - besonders kein Stickstoff-Überschuss
  4. pH-Wert prüfen - ideal zwischen 6,0 und 6,8
  5. Robuste Sorten wählen - kleine Cocktailtomaten sind seltener betroffen
  6. Jungpflanzen nur mäßig düngen