Kastanienbaum als Topfpflanze

Von der Kastanie zum kleinen Bäumchen im Tontopf

Typisch Reihenhaus-Kleigarten: Man beginnt einen Gartenblog mit einem Kastanienbaum! Ich wollte ja erst mit einer Pinus pinea – also einer Schirmpinie bzw. Mittelmeerkiefer – beginnen, aber meine beiden Exemplare haben leider den Winter auf dem Gästeklo nicht ĂĽberstanden. Man sollte dort wohl doch nicht jeden drauf lassen … Schade, aber der nächste Versuch startet vermutlich zur Weihnachtszeit.

Zurück zur Kastanie. Den Samen hierfür gibts im Herbst wohl überall. In Parks, am Straßenrand – oder wo bei euch auch immer viele Kastanienbäume stehen – einfach die besten Exemplare sammeln und mal nicht zu Kastanien-Männchen machen. Also direkt nach dem Sammeln ab damit ins Freie. Eine kleine Kiste mit Laub, vielleicht ein wenig Erde und dazwischen ein paar schöne Kastanien und schon blicken einen im Frühjar die ersten gekeimten Plänzchen entgegen (falls nicht, hat die Qualität der Samen nicht gestimmt, die Umgebung war nicht optimal oder der Winter passte eben nicht in die Kastanienwelt). Das kann sicherlich vom Standort bzw. von den jeweiligen Witterungsbedingungen abhängig sein, jedoch sollte das naturbedingt in etwa so klappen.

Ein Kastanienbaum wird geboren
Ein Kastanienbaum wird geboren

Im Frühjahr heißt es ab mit denen, die gekeimt haben, in einen Topf mit Erde und mal schauen, was der Sommer bringt. In den Schatten gestellt und immer mal mit gießen – in der freien Natur haben es die Kleinen auch nicht so gut – und was sich bis zum Spätherbst hält, mit über den ertsen Winter nehmen. Etwas geschützt, im Keller oder in einer laubgefüllten Holzkiste im Freien, sollte die nötige Wärme bieten. Zu viel Frost ist zu vermeiden, schließlich sind die Bäumchen ja noch klein.

Kastanienbaum nach erstem ĂĽberstandenen Winter
Kastanienbaum nach erstem ĂĽberstandenen Winter

Im kommenden FrĂĽhjahr zeigt sich dann wie mild der Winter fĂĽr die kĂĽnftigen Kastanienbäume war und sie erwachen von neuem. Die ersten kleinen Ă„stchen bilden sich und so ein kleines Pflänzchen lässt sich Bonsai-ähnlich (Kastanienblätter sind fĂĽr “richtige Bonsais” sicher viel zu groĂź) formen. Es hat sich gzeigt, dass sich hierbei wahrhaftig Wachstumsbeschränkungen direkt beim Keimen einsetzen lassen – also bereits die Kastanie selbst mit Band umwickeln oder den Keimling etwas im Wachstum einschränken, indem Abdeckungen o.ä. eingesetzt werden. Einfach mal herum probieren…

Kastanienbaum im Topf - 4 Jahre alt
Kastanienbaum im Topf – 4 Jahre alt

Als Erde kam bei mir eine Mischung aus einfacher Blumenerde und Sand zum Einsatz (Mischungsverhälnis 80 zu 20). Regelmäßig gieĂźen und gerade im ersten Jahr nicht zu viel direktes Sonnenlicht. Im FrĂĽhjahr wird umgetopft und die Wurzeln werden ein wenig verschnitten – aber nur die kleinen Nebentriebe bitte.

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