Unser Insektenhotel: Ein Erfahrungsbericht

Seit 2011 hängt bei uns ein Neudorff-Insektenhotel (55 x 35 x 9 cm) im Garten. Erst am Birkenstamm - der hat nach ein paar Jahren schlappgemacht - jetzt direkt am Zaunpfeiler. Der Standort: Süd-West-Ausrichtung, etwa 50 cm Höhe, direkt am Kräuterbeet.

Die Bilanz nach über zehn Jahren: Wildbienen besiedeln zuverlässig jedes Frühjahr das oberste Stockwerk. Marienkäfer, Florfliegen und kleine Käfer schauen ebenfalls regelmäßig vorbei. Das Hotel funktioniert.

Der richtige Standort

Drei Faktoren entscheiden, ob dein Insektenhotel besiedelt wird:

Vermeiden: Nordseitig, schattig, direkt am Boden oder ungeschützt im Wind. Dort zieht niemand ein.

Welche Materialien funktionieren

Nicht alles, was in Baumarkt-Insektenhotels steckt, ist sinnvoll. Hier die Materialien, die tatsächlich besiedelt werden:

Was du weglassen kannst

Einige Materialien sehen dekorativ aus, bringen aber nichts:

Fertig kaufen oder selber bauen?

Beides geht. Fertige Insektenhotels sind gut bestückt und sofort einsatzbereit. Beim Selberbauen hast du mehr Kontrolle über die Materialien - aber auch mehr Arbeit. Wer schnell loslegen will, ist mit einem fertigen Modell gut bedient.

Egal wie: Regenschutz nicht vergessen. Ein überstehendes Dach oder ein Stück Dachpappe hält das Füllmaterial trocken. Nasse Nisthilfen schimmeln und werden gemieden.

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Tipp: Nicht zu oft kontrollieren. Wildbienen verschließen ihre Nistkammern mit Lehm. Wenn du die Verschlüsse siehst, ist alles gut. Öffnen oder reinschauen stört die Brut.

Welche Bewohner ziehen ein?

Alle diese Bewohner sind Nützlinge. Keiner davon richtet Schaden an Pflanzen an. Im Gegenteil: Je mehr Nützlinge, desto weniger Schädlinge.