Januar
- Paprika und Chili vorziehen - die brauchen am längsten und starten als Erste auf der Fensterbank.
- Saatgut sortieren und fehlende Sorten bestellen. Alte Samenpackungen auf Keimfähigkeit prüfen.
- Gartengeräte pflegen: Scheren schärfen, Holzstiele einölen, kaputte Teile ersetzen.
Februar
- Tomaten vorziehen - ab Mitte Februar auf der Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus.
- Obstbäume schneiden, solange sie kahl sind. Nicht bei Frost unter minus 5 Grad.
- Frühbeet oder Gewächshaus vorbereiten. Scheiben reinigen, Erde austauschen.
März
- Beete vorbereiten: Kompost ausbringen und flach einarbeiten. Anleitung zum Kompost anlegen hilft beim Einstieg.
- Erste Direktsaaten möglich: Radieschen, Spinat, Erbsen, Möhren. Alle vertragen leichte Fröste.
- Kräuterbeet anlegen oder bestehende Kräuter zurückschneiden (Rosmarin, Lavendel, Thymian).
April
- Salat, Kohlrabi und Mangold ins Freiland pflanzen. Mit Vlies abdecken, falls noch Spätfrost droht.
- Erdbeeren pflanzen oder vorhandene Pflanzen von altem Laub befreien und düngen.
- Kartoffeln legen, sobald der Boden sich auf 8 Grad erwärmt hat.
Mai
- Nach den Eisheiligen (Mitte Mai): Tomaten ins Freie pflanzen. Auch Paprika, Zucchini und Kürbis dürfen jetzt raus.
- Brennnesseljauche ansetzen - die Brennnesseln wachsen jetzt kräftig. In zwei Wochen ist die Jauche fertig.
- Mischkultur beachten beim Pflanzen. Tomaten und Basilikum zusammen, Tomaten und Kartoffeln getrennt.
Juni
- Tomaten ausgeizen - ab jetzt regelmäßig Geiztriebe entfernen. Wöchentlich kontrollieren.
- Erste Ernte: Radieschen, Salat, Kohlrabi, Erdbeeren. Lücken sofort mit Nachsaaten füllen.
- Hochbeet nachpflanzen: Buschbohnen, Salate und Kräuter in frei gewordene Stellen setzen.
Juli
- Tomaten regelmäßig auf Blütenendfäule kontrollieren. Gleichmäßig gießen ist die beste Vorbeugung.
- Neue Erdbeerreihen anlegen - jetzt gepflanzt tragen sie nächstes Jahr.
- Himbeeren: Sommerhimbeeren nach der Ernte zurückschneiden. Herbsthimbeeren wachsen lassen.
August
- Haupterntezeit: Tomaten, Paprika, Zucchini, Bohnen, Gurken. Täglich ernten hält die Pflanzen produktiv.
- Herbstsalate und Feldsalat aussäen. Winterpostelein in schattigen Ecken.
- Brennnesseljauche als Nachdüngung für Starkzehrer. Tomaten düngen bis Ende August, danach nicht mehr.
September
- Letzte Tomaten und Paprika ernten. Grüne Tomaten auf der Fensterbank nachreifen lassen.
- Gründüngung aussäen auf abgeernteten Beeten: Phacelia, Senf oder Winterroggen schützen den Boden.
- Insektenhotel aufstellen oder reinigen - die Wildbienen suchen jetzt Winterquartiere.
Oktober
- Beete abräumen: Krankes Pflanzenmaterial in den Restmüll, gesundes auf den Kompost.
- Herbstlaub sammeln und als Mulch auf Beeten verteilen oder kompostieren.
- Knoblauch und Winterzwiebeln stecken. Die brauchen den Winter zum Vernalisieren.
November
- Schwere Böden grob umgraben und die Schollen dem Frost überlassen (Frostgare). Leichte Böden in Ruhe lassen.
- Empfindliche Kräuter wie Basilikum sind jetzt durch - Rosmarin und Thymian mit Reisig abdecken.
- Wasserleitung im Garten abstellen und entleeren. Gießkannen umdrehen.
Dezember
- Gartenplanung fürs nächste Jahr: Welche Sorten haben funktioniert? Was war ein Reinfall? Notizen machen.
- Saatgutkataloge durchblättern und neue Chili-Sorten entdecken.
- Kompost umsetzen, falls das Wetter mild genug ist. Ansonsten: Tee trinken und den Garten ruhen lassen.
Ein Gartenkalender ist eine Orientierungshilfe, kein starres Regelwerk. Dein Garten hat sein eigenes Mikroklima. Beobachte die Pflanzen und den Boden, nicht den Kalender. Wenn der Boden im März noch gefroren ist, wartest du eben. Und wenn der April warm ist, darfst du ruhig eine Woche früher anfangen. Laut dem Gartenkalender von Mein schöner Garten verschieben sich die Termine durch den Klimawandel ohnehin zunehmend nach vorn. Vertrau auf das, was du siehst - nicht auf starre Daten.